Mit ihrer jüngsten Fakultät, der Fakultät für Informatik und Mathematik (kurz F.I.M.), bekam die Universität zusätzlich zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eine technisch-mathematische Sparte, was besonders in Wirtschaft und Industrie der Region auf einige Erwartungen und großes Interesse stieß. Die Fakultät erwarb sich schnell einen guten Ruf im Bereich der Grundlagenforschung.

Nach ihren Anfangsjahren kam die anwendungsnahe Forschung hinzu. Heute bietet die Fakultät eine breite Palette wissenschaftlicher Kompetenz an, von der Mathematik und Algorithmik über intelligente technische Systeme und Pervasive Computing, Bildverarbeitung und Multimedia-Technologien bis hin zu Programmiermethoden und Softwaresystemen, Informations- und Kommunikationssystemen und IT-Sicherheit. Viele mittelständische Unternehmen sind Kooperationspartner der Fakultät geworden. Absolventen der Fakultät haben mehr als 600 Arbeitsplätze in Passau geschaffen.
Eine der wesentlichen Wandlungen des letzten Jahrzehnts besteht darin, dass es nicht mehr genügt, wenn die Fakultäten einer Universität sich individuell darstellen. Vielmehr muss die Universität insgesamt ein attraktives und stimmiges Profil anbieten. Die IT-Kompetenz ist zu einem wesentlichen Profilelement der Universität Passau geworden. Sie ist vornehmlich an der Fakultät für Informatik und Mathematik angesiedelt, aber nicht nur.
Beiträge kommen auch von der Wirtschaftsinformatik in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, der Rechtsinformatik in der Juristischen Fakultät und einzelnen Disziplinen in der Philosophischen Fakultät. Dem wurde vor einigen Jahren mit der Einrichtung des Forschungscampus Informatik Rechnung getragen, über den Kontakte mit Wirtschaft und Industrie gebündelt und koordiniert werden können. Er gliedert sich in verschiedene, teilweise fakultätsübergreifende Institute. Ein gutes Beispiel für das fachübergreifende Zusammenwirken in IT-Belangen ist das vom BMBF geförderte Projekt InteLeC (Integrierter eLearning Campus), an dem alle fünf Fakultäten beteiligt waren, und in dem eine rechnergestützte, universitätsweit vernetzte Infrastruktur für das Campus- und Lernmanagement entwickelt wurde.
Die Hochschullandschaft der Bundesrepublik hat sich seit dem Jahrhundertwechsel vier parallelen Umwälzungen ausgesetzt gesehen:
Diese Veränderungen stellen die Flexibilität der Universitäten und ihrer
Fakultäten auf eine harte Probe. Die
F.I.M. hat sich den Herausforderungen gestellt und wird es weiterhin tun.
Als gegenwärtiger Dekan gratuliere ich meiner Fakultät herzlich zum
25-jährigen Bestehen und blicke ihrer Zukunft
voller Erwartung entgegen.

Prof. Christian Lengauer, Ph.D., Dekan